Kambodscha ist bei uns hauptsächlich durch die Tempel von Angkor und das brutale Regime der Khmer Rouge bekannt. Doch seit über zehn Jahren ist die politische Lage stabil und das Land fasziniert neben der atemberaubenden Tempelanlage auch durch schöne Strände, eine interessante Hauptstadt, unberührte Landschaften und vor allem überaus freundliche Menschen.
Obwohl in den letzten Jahren vor allem durch den Tourismus in Siem Reap und Sihanoukville Gelder ins Land gekommen sind, zählt Kambodscha weiterhin zu einem der am wenigsten entwickelten Ländern der Welt. Besonders auf dem Land leben viele Menschen weiterhin unter der Armutsgrenze. Viele Projekte in Kambodscha haben es sich zum Ziel gemacht, die Lebensbedingungen auf dem Land zu verbessern. In einem dieser Projekte kannst auch du mitwirken.
Ein Freiwilligenaufenthalt in Kambodscha ist in folgenden Projekten möglich:
In ländlichen Gegenden von Kambodscha können viele Familien ihren Kindern keinen Schulbesuch ermöglichen. Aus diesem Grund werden in Deutschland „Pateneltern“ gesucht, die Familien finanziell unterstützen, um den Kindern eine Schulbildung zu bieten. Vor Ort werden die Familien regelmäßig besucht, um den Pateneltern von den Kindern zu berichten und Fotos zu schicken.
Des weiteren wird mit Hilfe von deutschen Spenden der Bau von neuen Schulen unterstützt und von einer kambodschanischen Organisation verwirklicht.
(Weitere Informationen zu Patenschaften und Spenden unter www.tkgev.org)
Die Arbeiten und Ergebnisse vor Ort müssen selbstverständlich dokumentiert werden und in diesem Bereich kannst du die Projekte unterstützen. Nach dem Besuch der Familien bzw. der Dörfer, in denen Schulen gebaut werden, sollst du über das Gesehene und deine Eindrücke in Form von Texten berichten. Außerdem hast du gegebenenfalls die Möglichkeit, auch bei anderen aktuellen Projekten der Organisation mitzuhelfen.
Der Arbeitsplatz liegt in Phnom Penh, der Hauptstadt Kambodschas.
Voraussetzungen
Wie für alle Kinder, ist es auch für die kambodschanischen Kinder wichtig, Englisch zu lernen. In den größeren Städten haben sich viele private Unternehmen auf das Vermitteln von Englisch-Unterricht spezialisiert und verdienen daran ziemlich gut. Da die ländlichen Gebiete den Unternehmen hierbei nicht genügend Gewinn versprechen, kommen die Kinder aus diesen Gegenden zu kurz.
In den Schulen wird ab der 7. Klasse Englisch als zweite Fremdsprache unterrichtet. Da die Lehrer ganz besonders auf dem Land sehr wenig Geld verdienen, ist es für die gut ausgebildeten, englischsprechenden Kambodschaner nicht attraktiv aufs Land zu gehen, um dort zu unterrichten. Demzufolge fehlt es in diesen Schulen meist an guten Englischlehrern.
Im Rahmen eines neuen Projekts soll den Kindern nun die Möglichkeit geboten werden, außerhalb der Unterrichtsstunden in kleinen Gruppen Englisch zu lernen. Da in den Schulklassen üblicherweise zwischen 40 und 50 Kinder unterrichtet werden, kommt besonders die Sprachpraxis zu kurz.
Für diese Tätigkeit werden Freiwillige gesucht, die mit den Kindern je nach deren Leistungsstand in erster Linie das Sprechen üben. Es geht hierbei nicht um die Vermittlung von Grammatik und nicht um Leistung sondern spielerisches Englisch lernen außerhalb des offiziellen Schulunterrichtes. Die Klassenräume können zum Unterrichten benutzt werden.
Das Projekt soll erstmalig in der Provinz Svay Rieng starten. Die gleichnamige Provinzhauptstadt ist 120 km von Phnom Penh entfernt und liegt im Südosten von Kambodscha nahe der Grenze zu Vietnam. Die Gegend ist ausgesprochen ländlich und die Unterhaltungsmöglichkeiten sind eher begrenzt. Es gibt hier zwei Grund- und zwei Mittelschulen. Die Kinder sind im Gegensatz zur Situation in Deutschland meist relativ leicht zu unterrichten. Der Lehrer ist hier eine Respektperson.
Da der Unterricht in mehreren Schulen stattfinden soll, ist es wichtig, dass Freiwillige mit dem Moped unterwegs sind. Der Verkehr auf dem Land ist zwar gewöhnungsbedürftig aber überschaubar und oft fährt man auf ungepflasterten Wegen. Dass hier schon 10-jährige Kinder Moped fahren ist nichts ungewöhnliches.
Einsatzbeginn
März oder September
Voraussetzungen
Wie in vielen anderen Entwicklungsländern auch, entsteht in Kambodscha mit der zunehmenden Industrialisierung viel Abfall und Abwasser. Geeignete Strategien für Recycling und einen sorgsamen Umgang mit Ressourcen wie Trinkwasser gibt es von Seiten des Staates nicht. Auch das Bewusstsein der Bevölkerung für den ökologischen und ökonomischen Nutzen von Maßnahmen zur umweltschonenden Abfallentsorgung ist bislang kaum vorhanden.
In Zusammenarbeit mit deutschen Ingenieuren wurde in Kambodscha mittlerweile eine Kompostierungsanlage erbaut und es werden Workshops angeboten, um über Abfallwirtschaft und Recycling zu informieren.
Gleichzeitig werden von unserer kambodschanischen Partnerorganisation EU-Projekte im Sektor Umwelt- und Ressourcenmanagement umgesetzt.
Wenn du mit den genannten Themen schon ein bisschen vertraut bist oder sogar etwas in diese Richtung studierst, dann melde dich bei uns. So kannst du in Phnom Penh, der Hauptstadt Kambodschas dein gelerntes Wissen sofort einsetzen und in interessanter Projektarbeit auch einiges lernen.
Voraussetzungen:
Es gibt auch die Möglichkeit im Rahmen des weltwärts Programms an dem Projekt "Umwelt- und Ressourcenmanagement" teilzunehmen. Der Einsatz wird finanziell vom entwicklungspolitischen Freiwilligendienst (EFWD) unterstützt, wenn die erforderlichen Kriterien eingehalten werden. Nähere Auskunft erteilen wir gern per E-Mail unter: info(at)nothelfer.org.
Einsatzdauer: 11 Monate
Copyright 2006 Nothelfergemeinschaft der Freunde e.V.
Alle Angaben sind ohne Gewähr, da wir von den ausländischen Partnerorganisationen und der politischen Lage im Partnerland abhängig sind.
Stand 2008