Kambodscha ist bei uns hauptsächlich durch die Tempel von Angkor und das brutale Regime der Khmer Rouge bekannt. Doch seit über zehn Jahren ist die politische Lage stabil und das Land fasziniert neben der atemberaubenden Tempelanlage auch durch schöne Strände, eine interessante Hauptstadt, unberührte Landschaften und vor allem überaus freundliche Menschen.
Obwohl in den letzten Jahren vor allem durch den Tourismus in Siem Reap und Sihanoukville Gelder ins Land gekommen sind, zählt Kambodscha weiterhin zu einem der am wenigsten entwickelten Ländern der Welt. Besonders auf dem Land leben viele Menschen weiterhin unter der Armutsgrenze. Viele Projekte in Kambodscha haben es sich zum Ziel gemacht, die Lebensbedingungen auf dem Land zu verbessern. In einem dieser Projekte kannst auch du mitwirken.
Ein Freiwilligenaufenthalt in Kambodscha ist in folgenden Projekten möglich:
Das Projekt befindet sich ca. 12 km vor den Toren der kambodschanischen Hauptstadt Phnom Penh und umfasst ein Gebäude mit Schlafräumen, Schulungsräumen und sanitären Anlagen sowie einer Hühnerfarm, einem Gemüsegarten und einem Fischteich.
In der Einrichtung werden die Jugendlichen von einem Ehepaar versorgt und durch einen Blindenlehrer unterstützt. Sofern es möglich ist besuchen sie öffentliche Schulen. Drei sehende Studenten aus armen Familien dürfen kostenlos dort wohnen und helfen bei der täglichen Arbeit. Eine hauptamtliche Sozialarbeiterin kümmert sich um alle organisatorischen Belange und auftretende Probleme.
Ziel des Projektes ist, die Jugendlichen/Erwachsenen auf ein selbständiges Leben in ihrem Heimatdorf vorzubereiten. Ihre Familien werden zu gegebener Zeit ein Training erhalten und mit ihrer Unterstützung soll es den Blinden/Sehbehinderten möglich sein, mit ihren erlernten Fähigkeiten eigenes Geld zu verdienen.
In dem Projekt kannst du in allen Bereichen mitarbeiten. Ein vorheriges kurzes Praktikum mit blinden/sehbehinderten Menschen in Deutschland ist möglich und wünschenswert.
Voraussetzungen:
- Mindestaufenthalt 3 Monate
- ein hohes Maß an Eigeninitiative und Kreativität
- Geduld und Durchhaltevermögen
- Verständnis für eine fremde Kultur und Mentalität
- gute Englischkenntnisse
![]() |
Battambang ist mit ca. 180.000 Einwohnern die drittgrößte Stadt des Landes. Die Abfälle der Bevölkerung, ca. 50-60 Tonnen täglich, werden auf einer ungesicherten Fläche zwischen Reisfeldern und Sumpfgebieten, ca. 3 km von der Stadt entfernt, entsorgt. Die Gefährdung der Umwelt und des Grundwassers, sowie das Gesundheitsrisiko für die Bauern und die Stadtbevölkerung ist immens.
Auf und von der Müllhalde leben etwa 80 Menschen, darunter viele alleinstehende Frauen mit ihren Kindern. Das Einkommen einer Familie beträgt weniger als 40 US Dollar im Monat. Dafür müssen aber auch die Kinder mitarbeiten. Unsere Partnerorganisation hilft den betroffenen Menschen in Battambang und ist dabei ein soziales Abfallzentrum aufzubauen.
Das Projekt umfasst ein Sozialzentrum mit einem überdachten Sortierplatz und Kompostierungsanlage, einen Schulungs- und Speiseraum mit Kochgelegenheiten sowie sanitäre Einrichtungen. Ein Sozialarbeiter sorgt dafür, dass die Kinder eine Schule in der Nähe der Deponie besuchen können und gewährleistet durch täglichen Nachhilfeunterricht, dass die Kinder die Betreuung und Unterstützung bekommen, die ihnen ihre Eltern aufgrund ihrer fehlenden Ausbildung nicht geben können.
In diesem Sozialzentrum gibt es die Möglichkeit mitzuhelfen, z.B. bei der Betreuung der kleineren Kinder (mit ihnen spielen, mit ihnen malen und was dir sonst noch sinnvoll erscheint) oder beim Englisch-Unterrichten der Schulkinder. Eigeninitiative ist hier sehr willkommen.
Voraussetzungen
- Mindestaufenthalt 3 Monate
- ein hohes Maß an Eigeninitiative und Kreativität
- Geduld und Durchhaltevermögen
- Verständnis für eine fremde Kultur und Mentalität
- Spaß am Umgang mit Kindern
- gute Englischkenntnisse
Wie in vielen anderen Entwicklungsländern auch, entsteht in Kambodscha mit der zunehmenden Industrialisierung viel Abfall und Abwasser. Geeignete Strategien für Recycling und einen sorgsamen Umgang mit Ressourcen wie Trinkwasser gibt es von Seiten des Staates nicht. Auch das Bewusstsein der Bevölkerung für den ökologischen und ökonomischen Nutzen von Maßnahmen zur umweltschonenden Abfallentsorgung ist bislang kaum vorhanden.
In Zusammenarbeit mit deutschen Ingenieuren wurde in Kambodscha mittlerweile eine Kompostierungsanlage erbaut und es werden Workshops angeboten, um über Abfallwirtschaft und Recycling zu informieren.
Gleichzeitig werden von unserer kambodschanischen Partnerorganisation EU-Projekte im Sektor Umwelt- und Ressourcenmanagement umgesetzt.
Wenn du mit den genannten Themen schon ein bisschen vertraut bist oder sogar etwas in diese Richtung studierst, dann melde dich bei uns. So kannst du in Phnom Penh, der Hauptstadt Kambodschas dein gelerntes Wissen sofort einsetzen und in interessanter Projektarbeit auch einiges lernen.
Voraussetzungen:
- Erfahrungen bzw. Studium in den Bereichen Umwelt- und Ressourcenmanagement, erneuerbare Energien, Abfall- bzw. Abwasserwirtschaft o.ä.
- Mindestaufenthalt: 3 Monate
- ein hohes Maß an Eigeninitiative und Kreativität
- Verständnis für eine fremde Kultur und Mentalität
- Geduld und Durchhaltevermögen
- Unterkunft und Verpflegung (jeweils ca. 100-150$/Monat)
- Visumskosten (ca. 30$)
- Reisekosten für die An- und Abreise
- medizinische Vorsorge
- ausreichende Auslandsversicherung gegen Krankheit, Unfall und Haftpflicht
Es gibt auch die Möglichkeit im Rahmen des weltwärts Programms an dem Projekt "Umwelt- und Ressourcenmanagement" teilzunehmen. Der Einsatz wird finanziell vom entwicklungspolitischen Freiwilligendienst (EFWD) unterstützt, wenn die erforderlichen Kriterien eingehalten werden. Nähere Auskunft erteilen wir gern per E-Mail unter: info(at)nothelfer.org.
Einsatzdauer: 11 Monate
Alle Angaben sind ohne Gewähr, da wir von den ausländischen Partnerorganisationen und der politischen Lage im Partnerland abhängig sind.
Stand 2009


