Nach 29 Jahren des Lehrerinnendaseins erschien es mir sinnvoll, ein Sabbatical einzulegen, um neue Kraft für die Arbeit zu schöpfen und ein bisschen von dem nachzuholen, was andere an Kulturerfahrungen mit 20 erleben. Lange schon war es mein Traum, noch einmal nach Israel zu reisen. Warum also nicht das Sabbatical auch dafür nutzen? Ein Blick ins Internet verriet mir, dass die Organisation „Nothelfergemeinschaft der Freunde e. V.“ auch Freiwillige „jenseits der Lebensmitte“ vermittelt. Ich bewarb mich und Bernhard Klinghammer, mein Betreuer , legte mir die Arbeit im ersten arabischen Altenheim Israels in Dabburiya ans Herz. Arabisches Dorf statt jüdisches Stadtleben? Warum nicht. Gute Englischkenntnisse sind erforderlich! Okay. So verbrachte ich das erste Vierteljahr meines Sabbaticals als Volontär in Südengland und verbesserte meine Englischkenntnisse.
Mitte Oktober 2009 reiste ich in das heiße Israel. Schnell konnte ich mich auf „meiner“ Station, wo 25 sehr hilfsbedürftigeMenschen zu pflegen sind, einarbeiten. Füttern, waschen, beschäftigen, Zuwendung geben, nonverbale und englische Konversation- das alles war für mich schnell zu handhaben. Die Arbeit war gut organisiert und meine KollegInnen aufgeschlossen. Sehr oft allerdings habe ich es bedauert, dass ich des Arabischen nicht mächtig bin und fühlte mich so oft ausgeschlossen.
Von der Leitung wurde mir fast jeder Wunsch erfüllt. So bekam ich ohne Probleme die Möglichkeit, 5 Tage Urlaub zu nehmen und mit dem Seniorenklub Dabburiyas nach Jordanien zu reisen. Dort hatte ich zahlreiche Erlebnisse und konnte mich andererseits in der Gruppe auch sehr nützlich machen, was mir viel Anerkennung einbrachte. In den folgenden Wochen wurde ich immer wieder von der Straße weg eingeladen und bewirtet.
An den zwei freien Tagen in der Woche reiste ich durchs Land. Sicherlich ist es ungewöhnlich, als fünfzigjährige Frau dies per Autostopp zu tun. Es bot mir aber die großartige Möglichkeit, mit vielen Menschen unterschiedlicher Religionen und Nationalitäten ins Gespräch zu kommen, interkulturelle Erfahrungen zu sammeln und immer wieder verschiedene Standpunkte zum Nahostkonflikt zuhören.
In den zehn Wochen konnte ich natürlich die Lebensweise der israelischen Palästinenser hautnah erleben, schätzen lernen, aber auch sehr Fragwürdiges erleben. Die Tage um das große Fest Adha werde ich nie vergessen. Als naturbegeisterter Mensch habe ich dieses Land echt genossen: das Rote Meer, Das Tote Meer, den See Genezareth, den wunderbaren Tabor, die herrliche Vegetation nach dem Regen im November, die Olivenernte, die leuchtenden Orangen-und Mandarinenplantagen im Dezember und vor allem den fast permanenten Sonnenschein. Nach 17 Uhr war es in Dabburiya dunkel. Mein Zimmer war einfach ausgestattet, etwas laut und eher nur zum Schlafen gedacht. So war ich froh, täglich den Konferenzraum mit Internetverbindung nutzen zu können, um Kontakt zu meiner Familie und Freunden aufrecht zu halten und mich über Aktuelles informieren zu können. Es bedurfte einiger Selbstdisziplin und sportlicher Aktivitäten, um bei der sehr guten arabischen Küche nicht außer Form zu geraten. War ich in arabischen Familien zum Essen eingeladen, war das Völlegefühl vorprogrammiert. Aber auch im Altenheim gab es leckerstes Essen.
Sehr beeindruckt hat mich, wie sehr die Deutschen bei Arabern und Juden geschätzt werden. Unzählige Araber erzählten mir von ihren eigenen Deutschlanderfahrungen oder denen der Verwandten. Sie lieben deutsche Autos, verehren deutsche Fußballspieler, schätzen deutsche Pünktlichkeit und Sauberkeit. In vielen Gesprächen habe ich auch erfahren, dass die Feindschaft zwischen Juden und Arabern, die ich in den Medien wahrnehme und durch politische Entscheidungen bestätigt bekam, im Alltag durchaus nicht so gelebt wird. Zahlreiche Juden sprachen mit Hochachtung von ihren arabischen Kollegen und viele Araber erzählten mir von jüdischen Freunden. Die israelische zionistische Politik aber wird mir unverständlich bleiben. Als ich die 8 Meter hohe Mauer in Jerusalem durchlief, um nach Ramallah zu fahren, wurde ich sehr unangenehm an unsere deutsche Geschichte erinnert.
Als Lehrerin interessierte mich natürlich auch das Bildungswesen. Ich hatte die Chance, in einer Privatschule in Nazareth zu hospitieren, wo es nicht wesentlich anders als in Deutschland zuging. Die staatlichen arabischen Schulen allerdings sind hoffnungslos überfüllt mit mehr als 35 SchülerInnen pro Klasse. Eltern klagen, dass sie stundenlang bei den Hausaufgaben helfen müssen, um das Unverständliche zu erklären und Kinder aus bildungsfernen Elternhäusern hätten wenig Chancen, in der Schule erfolgreich zu sein. Die arabische Kinderschar ist noch gewaltig. Als ich ein EnglischlehrerInnenseminar besuchte, erzählten mir die Studentinnen von ihrer Familienplanung und ich hatte den Eindruck, dass die nächste Generation die 2-3 Kindehe anstrebt, um Familie und Beruf gut in Einklang zu bringen.
Zehn sehr interessante Wochen liegen hinter mir und ich danke der Organisation "Nothelfergemeinschaft der Freunde e. V." und besonders Bernhard Klinghammer für die Chance, diese Reise antreten zu können. Ich fühlte mich gut vorbereitet und betreut.
Christiane S.
Ich bin 23 Jahre alt, gelernte Krankenschwester und wollte vor meiner nächsten Ausbildung erst „mal raus gehen“. Der Freiwilligendienst bietet eine gute Möglichkeit, in einem anderen Land zu leben, Arbeit und Wohnung zu haben, ohne Arbeitsgenehmigung oder sonstige Schwierigkeiten umschiffen zu müssen. Das ist doch ein unschlagbares Angebot: Kost und Logis, Taschengeld und du musst nur noch den Flug buchen. Die Ortswahl war ziemlich einfach, es sollte Israel sein, wo sich ja wirklich die ganze Welt auf die Füße tritt… seien es nun Religionen (also drei ziemlich große) in Jerusalem, seien es Ethnien aus allen möglichen Ländern, da die Juden aus aller Welt ja gesetzmäßige Einwanderungsrechte haben, oder bezüglich der Beteiligung am Konflikt Israel – Palästina, wo man alle Akteure der Weltpolitik antreffen kann.
Noch mal langsam… dann werden sich bezüglich meiner Wahl auch gar keine Fragen mehr auftun…
Israel ist das Zentrum der drei Weltreligionen und beherbergt heilige Stätten, wo immer man hinsieht. Jerusalem bietet das wichtigste Heiligtum des Islams nach Mekka und Medina, das Heiligtum der Juden mit der Klagemauer, für die Christen findet sich die Kreuzigungskirche in Jerusalem und nur 20 Sherut Minuten später in Betlehem die Geburtskirche Jesus. Überall ist mal Abraham oder Jesus vorbeigestapft und das ist sogar für unreligiöse Menschen wie mich sehr beeindruckend. Ich fühle mich wie in der Wiege meiner Kultur. Dann das Vielvölkergemisch, das die Straßen Israels vollstopft und anfangs nicht einfach zu sortieren ist. Zum einen sind da natürlich Palästinenser, zu unterscheiden in Christen und Muslime, dann kommen die Juden, die sich aber nicht nur in Ashkenasi und Sephardim unterteilen, sondern auch als äthiopische Juden, russische Juden, yemenitische Juden auftreten können und so weiter. Von ihrer religiös-politischen Haltung, habe ich mir erklären lassen, gibt es ultraorthodoxe, eher nationalistisch gesinnte und reformistische Juden. Auf den Straßen kann man die Energie förmlich spüren.
Zur Auswahl hatte ich dann ein Krankenhaus in Tel Aviv, ein Hospiz in Jerusalem und ein Seniorenheim in Dabburriya, Galiläa, ein muslimisch-arabisches Dorf am Berg Tabor. Auf meiner dreiwöchigen Rundreise im August 08 sah ich mir alle drei Stellen an und entschied, nachdem ich zwei Tage in Dabburriya gestrandet war – denn am Sabbath fahren keine Busse – aus vollem Herzen für das arabische Dorfleben.
Meine Erwartungen waren in erster Linie mal ganz viel Neues lernen. Weniger in fachlicher Hinsicht, da meine Arbeit ja mehr in der eines Pflegehelfers bestand, aber in kultureller hinsicht. Ich wollte mehr vom Islam verstehen, der in den Westlichen Medien ja ordentlich platt gewalzt wird, mehr vom Israel-Palästina Konflikt und nebenbei noch ausprobieren wie es ist, wenn man nicht am Wochenende mal heimchecken kann.
Dabburriya liegt in der Jezreel Ebene, am Berg Tabor (ebenfalls ein Platz religiöser Urgeschichte), in der Mitte zwischen Nazareth und Afula, wo die wichtige Busstation liegt.
Bei Abbot, das Haus der Väter, ist ein Seniorenheim mit vier Stationen. Im ersten Stock gibt es zwei Pflegestationen, im Erdgeschoss ist Tshoshim (die Erschöpften), wo ich arbeitete, und Näfisch, eine gerontopsychatrische Station. Außerdem gibt es das Merkasiom, eine kleine Ambulanz, in der Menschen ihre Insulininjektionen kriegen können oder mal einen Arzt sehen, aber auch ein Frauenclub gastiert, Geburtstage gefeiert werden oder man Reisen organisiert.
In den drei Monaten meines Einsatzes hatte ich immer Frühdienst, von 6 bis 14 Uhr. Das Team in der Station bestand aus einer Krankenschwester oder einem Pfleger und zwei Pflegehelfern neben mir, einer Frau und einem Mann. Das ist ganz wichtig, da man in der muslimischen Kultur die Möglichkeit einräumen will, dass Frauen nur von Frauen, Männer nur von Männern gewaschen werden. Erster neuer Eindruck…
Ich machte morgens die Betten, half den Leuten beim Waschen und Ankleiden und half um viertel nach acht beim Austeilen des Frühstücks. Manchen Bewohnern musste man das Essen eingeben, manchen das Essen ins Zimmer bringen. Danach räumten wir auf, halfen den Bewohnern auf der Toilette, reinigten die Tische und halfen zum Beispiel der Beschäftigungs- oder der Physiotherapeutin, wenn sie mit den Bewohnern Programm machten. Um zwölf Uhr kam das Mittagessen. Ich konnte mich mit dem Team auf Englisch verständigen, einige männliche Bewohner sprachen auch Englisch, ansonsten setzten wir uns mit Zeichensprache und ein paar arabisch Vokabeln auseinander. Die Kommunikation klappte gut, besonders beeindruckte mich, dass man viel besser zuhörte und auch eine bessere Krankenbeobachtung machte, wenn man einander nicht auf direktem Wege verstand. Man kann auch ohne Sprache Freundschaften schließen und sich verstehen, das ist faszinierend.
Ich schlief in einem Zimmer im ersten Stock, in einem Gang zwischen den zwei Pflegestationen. Es war relativ abgelegen, wenig Durchgangsverkehr, das Bad war auf dem Gang. Ich konnte immer am Personalfrühstück und –abendessen teilnehmen und bei Bedarf in die Großküche im Keller kommen, um mich zum Mittagessen nieder zu lassen oder mich mit Obst und Gemüse einzudecken. Aber nachmittags und abends war ich meistens bei Familien im Dorf und wurde ausreichend mit Nahrung, guten Worten und politischen Themen versorgt, denn alle Palästinenser sind natürlich sehr politisch, was sie zeigen, sobald sie Vertrauen gefasst haben. Glücklicherweise wurde ich ständig eingeladen und fühlte mich gut in Team, Haus und Dorf integriert, denn die Menschen sind unendlich gastfreundlich und ich allein, Mädchen, ohne meine Familie, wurde selbst von Leuten aus dem Bus eingeladen und mit Freundlichkeiten überschüttet.
Herausforderungen? Ich fand es sehr anstrengend, viel weniger Privatsphäre zu haben, als in Deutschland. Denn bei allen ein bisschen Familie zu finden heißt auch, dass alle sich ein bisschen wie deine Familie fühlen und ganz viel von dir wissen wollen, wo du hingehst, mit wem und warum. Und es ist grässlich den Konflikt in den Köpfen zu erleben: du triffst glänzende Menschen, Israelis in Tel Aviv, christliche Palästinenser in Nazareth, muslimische Palästinenser in den Ramallah… und wenn man den einen auf den anderen anspricht, hört man oft böse Wörter. Das mitzubekommen ist für so blauäugige Deutsche wie mich sehr schwierig.
Besonders schön fand ich zwei Dinge an Dabburriya; erstens, dass ich mich wirklich wie ein Stück Familie und wie zu Hause fühlen durfte, obwohl ich ja Ausländerin und fremd war und zum anderen, dass ich immer schnell in Geheimnisse eingeweiht wurde. Leider gibt es ja in der traditionellen arabischen Kultur viele Heimlichkeiten, weil die Regeln so streng sind, aber – gerade weil ich Ausländerin und fremd war – wurden mir immer alle Geheimnisse erzählt.
Zusammenfassend muss ich sagen, dass ich eine ganz fantastische Zeit erlebt habe, dass ich traurig bin, nicht mehr in Israel zu leben, weil die Menschen in Deutschland viel weniger aufgeschlossen sind; dass ich froh bin, zurück zu sein, weil es weniger Regeln gibt, weil ich umarmen kann, wen ich will und hingehen kann, wo ich will, ohne dass es gleich Gerede gibt. Es ist unglaublich, in welcher zerissenen Welt man leben kann, zwischen allen Fronten des Nahostkonflikts und eigentlich doch daran interessiert ist, ein normales, glückliches Leben zu führen. Ich bin sehr glücklich, dass ich allein in Dabburriya war, denn nur alleine geht man wirklich raus in die Familien, muss notwendigerweise über seinen Schatten springen und jede Grenze überqueren, die im eigenen Kopf existiert. Und ich habe gelernt, dass man auch mal unangeschnallt Auto fahren kann und deshalb die Welt nicht untergeht.
Ich habe von September bis November 2007 als Volontärin im Reuth Medical Center gearbeitet. Dieses Langzeitkrankenhaus kann 300 Patienten aufnehmen und liegt in einem dicht besiedelten, ärmeren Stadt-Zentrum von Tel Aviv, nahe des zentralen Busbahnhofs und einer Eisenbahnstation. Das Grundstück ist sehr klein, es wird von einem hohen Eisenzaun umschlossen und rund um die Uhr von zwei Pförtnern bewacht.
Für die Volontäre gibt es 8 Zimmer mit je 2 Betten, einer Nasszelle und einer kleinen Küchenecke mit Spüle und Kühlschrank, in einigen gibt es auch eine Kochmöglichkeit. Auch eine einfache Waschmaschine war für die Volontäre vorhanden.
Ich fand die Möblierung der Zimmer alt und spartanisch. Die Matratzen waren dünn und ausgelegen, aber es sollten neue bestellt worden sein. Im Sommer steht für jedes Zimmer ein Ventilator, im Winter ein elektrischer Heizkörper zur Verfügung.
Das Essen fand ich recht einfach aber auf dem nahe gelegenen Souk kann man fast alles kaufen.
Das Krankenhaus besteht aus einem älteren und einem neueren Gebäude. In dem neuen Gebäude sind Kurzzeit-Patienten in 2-Bett-Zimmern untergebracht. In dem älteren Gebäude sind die chronisch kranken und stark behinderten Patienten in Mehrbettzimmern zum Teil sehr beengt untergebracht. Auf mich machte das Pflegepersonal einen überlasteten und teilweise auch abgestumpften Eindruck, die Patienten wirkten etwas vernachlässigt.
Morgens halfen die Volontäre auf ihren Stationen bei der Essenszubereitung und assisierten den Patienten beim Essen. Anschliessend wurden sie zur Ergotherapie begleitet und dort mit ihnen gearbeitet oder gespielt bis zum Mittagessen. Manchmal ist danach frei, an anderen Tagen muss bei der Physiotherapie, der Ergotherapie und abends nochmal auf der Station mit geholfen werden. Die Arbeitspläne wurden von unserer Betreuerin Orit Skolnik erstellt, die uns auch vormittags bei allen Fragen und Problemen zur Seite stand.
Ich war im Reuth Medical Center auf einer der zwei Kinderintensivstationen eingesetzt, wo stark geistig und körperlich behinderte Kinder in beengten und veralteten Räumlichkeiten behandelt und betreut wurden. Meine Station bestand aus einem Raum, in dem dicht an dicht zehn Gitterbetten standen. Die Kinder im Alter von 1 – 6 Jahren hatten alle schwere Hirnschäden und waren an Beatmungsgeräte angeschlossen. 8 der 10 Kinder lagen im Koma.
Meine Aufgabe war es die Betten zu beziehen, die Pflegeutensilien und Sodennahrung bereitzustellen, die Rollstühle zu holen, sowie die Kinderkleidung in die Waschmaschine und Trockner zu stecken und wieder zusammenzulegen.
Da diese Tätigkeit nicht den ganzen Vormittag ausfüllte stand ich manchmal etwas untätig herum. Ich habe mir dann Arbeit gesucht und die Betten abgewaschen, was offensichtlich selten geschah oder ich habe mich mit den beiden Kindern, die nicht im Koma lagen beschäftigt. Mit den Mitarbeitern konnte sich man leider nur in russisch oder hebräisch unterhalten. 99,9 % der Angestellten sind russische Einwanderer ohne erwähnenswerte Englischkenntnisse.
Die Volontäre haben 2-3 Nachmittage pro Woche frei und 2 ganze Tage im Monat, die frei gewählt werden oder auch angesammelt werden können. Mit dem Bus oder einem Sammeltaxi (Sherut) ist man in 15 Minuten am Strand. Vom zentralen Busbahnhof (10 Min. Fußweg) oder vom Bahnhof kann man in alle Regionen des Landes fahren.
Die Volontäre, die nur 2 Monate dort waren, wären gerne länger geblieben, wohingegen diejenigen die 1 Jahr dort bleiben wollten, ihre Zeit verkürzt haben.
Die Frage wie einem der Aufenthalt im Reuth Medical Center gefällt hängt von der eigenen Einstellung ab. Auf jeden Fall muß man sich auf nichteuropäische Verhältnisse im Bereich Pflege, Ordnung, Sauberkeit und Organisation einstellen.
Die jüngeren Volontäre werden in der Regel auf den beiden harmlosen Kurzzeit-Stationen und in der Physiotherapie eingesetzt, die älteren dagegen mehr auf den Langzeit-Stationen, wo die Anforderung in jeder Hinsicht eine bedeutend größere ist.
Die Gemeinschaft der zumeist jungen Volontäre ist wie ich erfahren habe meistens sehr gut und man kann viel zusammen unternehmen.
Durch die Mithilfe im Reuth Medical Center habe ich einiges über Land, Leute und Mentalität erfahren und wenn man aufgeschlossen ist, besteht die Möglichkeit interessante Kontakte zu schließen.
Mazal tov!
Eva B.
